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Verdunstung

Umwelt- und Geophysik, Übergang eines Stoffes von der flüssigen Phase in die Gasphase unterhalb der Siedetemperatur. Im Gegensatz zum Sieden vollzieht sich die Verdunstung nur an der Oberfläche der verdunstenden Flüssigkeit. Die zur Verdunstung benötigte Energie wird der Umgebung in Form von Wärme entzogen und bewirkt eine Verdunstungskühlung. In der Atmosphäre verknüpft die Verdunstung den Energie- und Wasserhaushalt und bestimmt so den Umsatz im Wasserkreislauf. Die Verdunstungsrate hängt von der Energiezufuhr, der Verfügbarkeit von Wasser, der Intensität des bodennahen Austauschs sowie der Art der Oberfläche ab (siehe Tab.). Die mittlere globale Verdunstungsrate beträgt etwa
1 000 mm pro Jahr.

 

Verdunstung: Mittlere Verdunstungsraten [mm / Jahr] für verschiedene Oberflächen.

Oberfläche

Verdunstungsrate

Mitteleuropa

 

unbewachsener Ackerboden

ca. 180

Rasen

ca. 350

sumpfige Wiese

ca. 700

offene Wasseroberfläche

500-600

Nordafrika

 

bewässerte Baumwollfelder

3 000-4 000

offene Wasseroberfläche

ca. 1 000

 

 

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