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Barometer
Instrument zur Bestimmung des Luftdrucks. Beim QuecksilberB. (Quecksilber) ist die Höhe einer Quecksilbersäule in einem luftleeren Rohr, in einem sog. Aneroidb. die Durchbiegung einer luftleeren flachen Metalldose das Maß für den Luftdruck. Barographen zeichnen den Verlauf des Luftdrucks über die Zeit hinweg auf.
Messgerät zur Bestimmung des Atmosphärendrucks. Dem
Konstruktionsprinzip nach gehört das Barometer zu den Manometern. Aus der
Messung des bodennahen Luftdruckes lassen sich Wetterprognosen ableiten
(Wetter). Aufgrund der Abnahme des Luftdruckes mit der Höhe kann ein Barometer
auch zur Höhenmessung verwendet werden (Altimeter). Die ersten barometrischen
Luftdruckmessungen wurden 1643 von E. Torricelli und V. Viviani durchgeführt. Der
Name Barometer geht auf Pascal zurück. Gebräuchlich sind heute hauptsächlich
folgende Typen:
1) Flüssigkeitsbarometer (meist in Form eines
Quecksilberbarometers) nutzen das Prinzip der kommunizierenden Röhren, das in
diesem Zusammenhang erstmals von Torricelli angewandt wurde. Dieser benutzte
zum Nachweis des Luftdrucks ein einseitig geschlossenes Glasrohr von etwa 90cm
Länge, das er mit Quecksilber füllte (Torricellisches Rohr), und brachte es in
eine gleichfalls mit Quecksilber gefüllte Schale; der Luftdruck kann dann
direkt an der Höhe der Quecksilbersäule abgelesen werden, die bei normalen
Luftdruck etwa 760mm hoch ist. Schwankungen des Quecksilberspiegels im Gefäss
infolge Luftdruckänderungen werden bisweilen mit Hilfe eines durch eine
Schraube von unten her verschiebbaren Lederbodens kompensiert. Dies ist das
Prinzip des Gefässbarometers (Abb. 1). Verzichtet man auf die Schale und benutzt
ein einseitig geschlossenes U-Rohr, dessen offener Schenkel als "messender
Schenkel" dient, so kommt man zum Prinzip des Heberbarometers (Abb.
2).
2) Die Funktion des 1847 von L. Vidie entwickelten
Aneroidbarometers, auch Dosen- oder Federbarometer genannt, beruht auf der
elastischen Durchbiegung einer Membran. Im wesentlichen besteht das
Aneroidbarometer aus einer evakuierten Metallkapsel, deren Deckel als Membran
fungiert (Abb. 3). Durch eine starke Feder wird verhindert, dass die Membran und
der Boden der Kapsel durch den Luftdruck zusammengedrückt werden. Über ein
Hebelsystem wird die vom Luftdruck bestimmte Bewegung der Membran auf einen
Zeiger oder eine Schreibvorrichtung übertragen.
Aneroidbarometer sind nicht für exakte Messungen geeignet,
sondern dienen nur zur Luftdruckanzeige für den täglichen Bedarf.
3) Hypsometer oder Siedepunktsbarometer dienen zur Bestimmung des
Luftdrucks aus der Siedetemperatur des Wassers. Eine Luftdruckänderung von
beispielsweise 133,3Pa verursacht eine Änderung der Siedetemperatur um etwa
0,04K. Hypsometer werden u.a. zur Höhenmessung eingesetzt.
4) Auch die Bourdonsche Röhre kann als Barometer zur Messung
des Luftdrucks eingesetzt werden; zu diesem Zweck wird die Röhre evakuiert.

Barometer 1: Gefässbarometer.

Barometer 2: Heberbarometer.

Barometer 3: Aneroidbarometer.
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