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CASTOR-Behälter

Cask for Storage and Transport of Radioactive Material, ein in Deutschland für den Transport und die Zwischenlagerung von ausgedienten Brennelementen entwickelter Behälter. Das für die Herstellung des schweren Behälterkörpers verwendete Grundmaterial ist Sphäroguss - duktiles Gusseisen mit kugelförmig ausgebildetem Graphit. Die Wandstärke beträgt 45 cm. Die rippenförmige Gestaltung der Aussenseite dient zur Ableitung der Wärme. Der Behälter wurde in Typenprüfungen extremen Beanspruchungen ausgesetzt: Fallversuche aus 9 m Höhe auf ein unnachgiebiges Fundament; Beschuss mit einer Masse aus 1000 kg Stahl; Hitzetest bei 800 °C im offenen Feuer; Prüfung der Dichtigkeit im Tieftauchbecken. Im Abstand von 2 m von einem mit neun bestrahlten Brennelementen bestückten CASTOR-Behälter wurde eine Dosisleistung von 25 mSv/h gemessen: 5 mSv/h Gammastrahlung und 20 mSv/h Neutronenstrahlung.

Bei Messungen im Mai 1998 stellte man auf der Aussenhaut einiger Behälter eine rund 3000fach überhöhte Belastung mit 60Co und 137Cs fest (bis 13 400 Bq/cm2). Als Ursache wird Nachlässigkeit beim Beladen vermutet; die Theorie, dass zäh auf der Oberfläche haftende Isotope ,,ausdünsten`` könnten (Cask weeping), ist bislang nicht belegt.

CASTOR-Behälter

CASTOR-Behälter: Schematischer Aufbau. 1: Behälterkörper; 2: Moderatorstäbe; 3: Tragzapfen; 4: Primärdeckel; 5: Sekundärdeckel; 6: Schutzplatte; 7: Druckmessgerät; 8: Metalldichtung; 9: Elastomerdichtung.

 

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