A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Curie-Temperatur

TC, die Temperatur, bei der die Ordnung der magnetischen Momente in Ferromagnetika aufgrund der thermischen Bewegung zusammenbricht (Ferromagnetismus). Die Curie-Temperatur von ferromagnetischen Stoffen wurde 1894 von P. Curie entdeckt, ein Jahr vor dem für Paramagnetika geltenden Curie-Gesetz. Oberhalb von TC verhalten sich Ferromagnetika wie Paramagnetika (Paramagnetismus). Für T > TC gilt das Curie-Weiss'sche Gesetz: cm = const./(T - TC), cm: magnetische Suszeptibilität. Auch für verwandte Effekte wie die Ferroelektrizität kann eine Curie-Temperatur definiert werden, ferroelektrische Curie-Temperaturen liegen zwischen 10 und einigen 100K. Beim Antiferromagnetismus spricht man von der Néel-Temperatur TN. Der genaue Wert von TC hängt von der Definition bzw. der Messmethode ab, da das Erreichen von TC einen Phasenübergang zweiter Art darstellt und daher TC durch Extrapolation aus den Messdaten gewonnen werden muss. Je nachdem, bei welcher physikalischen Grösse der Übergang beobachtet wird, wird auch statt von TC vom jeweiligen Curie-Punkt gesprochen.

 

Curie-Temperatur: Werte für einige Stoffe; sie variieren je nach Definition bzw. Messmethode.

Material

TC [°C]

Eisen

744-774

Kobalt

1120-1130

Nickel

358-377

Erbium

235

Bariumferrit

435

Magnetit

525

Heuslersche Legierungen

60-380

 

 

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Curie-Punkt
Curie-Weiss'sches Gesetz

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

Weitere Begriffe : Schamfilen | Fernbeobachtungsbetrieb | Rauchgasentschwefelungsanlage (REA)

Übersicht | Themen | Unser Projekt | Grosse Persönlichkeiten der Technik | Impressum | Datenschutzbestimmungen