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Eötvös

Loránd Baron von, ungarischer Physiker, *27.7.1848 Pest (heute Budapest), †8.4.1919 Budapest; ab 1873 Professor in Budapest, 1889-1905 Präsident der ungarischen Akademie der Wissenschaften, 1894-95 Minister für Kultus und Unterricht, seit 1896 wieder Professor für Physik in Budapest; bedeutende Beiträge zur theoretischen und praktischen Erforschung der Gravitation; konstruierte hochpräzise Drehwaagen (Eötvös-Drehwaage, Schwerevariometer) und führte mit ihnen ab 1886 Schwerkraftmessungen zur Prüfung der Äquivalenz von schwerer und träger Masse aus - bedeutend unter anderem für die Relativitätstheorie; 1909 konnte er im berühmten Eötvös-Experiment die Äquivalenz von schwerer und träger Masse (Äquivalenzprinzip) mit einer Genauigkeit von 10-9 bestätigen; untersuchte ferner die räumlichen Variationen des Erdmagnetfelds, die Oberflächenenergien bei Flüssigkeiten (stellte die Eötvös-Regel auf, nach der die Oberflächenspannung mit zunehmender Temperatur abnimmt) und den kritischen Punkt bei Gasen. Auch nach ihm benannt sind die geophysikalische Einheit Eötvös und der Eötvös-Effekt.

(nach L. Eötvös), Einheitenzeichen E, veraltete Einheit des Gradienten der Erdbeschleunigung, war gebräuchlich in der Geophysik. 1 E = 1 mGal / (10 km) = 10-9 Gal / cm = 10-9s-2.

 

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Eötvös-Drehwaage

 

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