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Lupe

Optik, Vergrösserungsglas, Bezeichnung für eine Konvexlinse oder Linsensystem mit kurzer Brennweite, das zur Vergrösserung des Sehwinkels, unter dem ein Betrachter ein Objekt sieht, eingesetzt wird. Lupen, mit denen das reelle Zwischenbild in optischen Geräten wie dem Fernrohr oder dem Mikroskop vergrössert betrachtet wird, heissen Okulare. Mit Hilfe der Lupe wird das beobachtete Objekt im Abstand mindestens der deutlichen Sehweite vergrössert, aufrecht und virtuell abgebildet, wobei die Lupe dicht vor das Auge gehalten wird. Die vergrössernde Wirkung wird umso stärker, je näher das Objekt am Brennpunkt der liegt. Die Normalvergrösserung N der Lupe ergibt sich zu

Lupe

(f: Brennweite der Lupe, b: Bildweite (Bild), e: Abstand zwischen Lupe und Auge, s = -250 mm: konventionelle Sehweite). Beim praktischen Gebrauch verschiebt der Beobachter die Lupe, bis das Bild in der deutlichen Sehweite bei maximal akkomodiertem Auge ent+steht.

Als Lupen im engeren Sinn betrachtet man Linsen bzw. Linsensysteme mit mindestens dreifacher Vergrösserung. Die maximale Vergrösserung der Lupe liegt zwischen 20 und 25. Lupen mit geringerer Vergrösserung bezeichnet man als Lesegläser. Eine besondere Lupenart stellt die für eine Betrachtung mit beiden Augen vorgesehene Binokularlupe dar. Sie muss so konstruiert sein, dass die Konvergenz und die Akkommodation des Augenpaares in Einklang zueinander stehen.

 

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