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Milankovic-Zyklen

Umwelt- und Geophysik, Modell zur Erklärung des Auftretens von Kalt- und Warmzeiten durch quasi-periodische Variationen der Erdbahnparameter, welche eine Änderung der Sonneneinstrahlung bewirken. Mögliche Variationen sind: a) die Änderung der Exzentrizität (Ellipse) der Erdbahn unter dem Einfluss der anderen Planeten mit einer mittleren Periode von etwa 100 000 Jahren; b) die Variation der Neigung der Äquatorebene gegen die Bahnebene mit einer Periode von etwa 40 000 Jahren; c) die Überlagerung der Präzession der Erdachse mit einer Drehung der Bahnellipse - ein komplizierter Schwebungseffekt mit zwei Einzelperioden bei 19 000 und 23 000 Jahren. Alle drei Effekte haben einen Einfluss auf die jahreszeitlichen Gegensätze. Tatsächlich konnten diese Perioden 1976 bei der Isotopenanalyse von Tiefseesedimenten gefunden werden, so dass kein Zweifel an der Existenz der Milankovic-Zyklen besteht. Allerdings reicht dieser Mechanismus allein nicht aus, um die dramatischen Klimaänderungen (Warm- und Kaltzeiten) in der Erdgeschichte zu erklären, weitere Auslöse- und Verstärkungsmechanismen spielen eine Rolle. (Klimaänderungen, Paläoklimatologie)

 

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