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Dioxine

Organische Verbindungen, bei denen chlorierte Benzolringe durch Sauerstoffbrücken verbunden sind und deren Chlorierungsgrad stark variiert. Alle D. sind Nebenprodukte chemischer Prozesse, einige sind giftig, ihr Entweichen in die Luft muß so weit wie möglich verhindert werden. Es gibt 75 polychlorierte D. (PCDD), mit denen die chlorierten Dibenzofurane (PCDF) chemisch eng verwandt sind, von denen es wiederum 135 Isomere (unterscheiden sich in wenigstens einer physikalischen oder chemischen Eigenschaft bei gleicher Summenformel, d. h. gleicher Art und Anzahl der Atome eines Moleküls) gibt. Als »Seveso-Gift« wurde das 2, 3, 7, 8 Tetrachlordibenzodioxin (TCDD) bekannt, das auch in Flugaschen von Müllverbrennungsanlagen in Konzentrationen von etwa 109 bis 1010 g/g Flugasche enthalten ist. Da die Entstehung dieses D. geklärt werden konnte, dürften moderne Müllverbrennungsanlagen künftig erheblich weniger D. ausstoßen. PCDD und PCDF werden vornehmlich bei der Herstellung und Verarbeitung chlorierter organischer Verbindungen sowie bei Verbrennungsprozessen freigesetzt.

 

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