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Olberssches Paradoxon

Relativitätstheorie und Gravitation, das im Jahr 1826 von dem deutschen Astronomen H.W.M. Olbers beschriebene scheinbare Paradoxon, demzufolge der Nachthimmel hell sein sollte. Olbers argumentierte, dass in einem unendlichen Universum, das im Mittel eine gleichmässige Sterndichte aufweist, der Blick eines Beobachters in jeder beliebigen Richtung irgendwann auf einen Stern treffen würde und daher der Nachthimmel ebenso hell wie die Sonnenoberfläche sein sollte. Olbers' Erklärungsversuch durch lichtabsorbierende interstellare Materie erwies sich bereits 1848 als nicht haltbar. Daraus wurde geschlossen, dass das Universum entweder endlich sein musste oder, wie Anfang des 20. Jh. gezeigt wurde, nicht homogen sein konnte. Aus heutiger Sicht liefert das Standardmodell der Kosmologie eine überzeugende Erklärung des Olbersschen Paradoxons: da sich das gesamte Universum durch Expansion aus dem Urknall entwickelt hat, gibt es zu jedem Zeitpunkt einen maximalen Radius, ausserhalb dessen noch keine Sterne existieren können.

 

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