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Proximity-Effekt

Supraleitung, Tieftemperaturphysik und -technik , Kopplungseffekt an Supraleitern, Erscheinung, die sich als Folge der engen räumlichen Nachbarschaft eines Supraleiters mit anderen Substanzen ergibt. Da derartige Kopplungswirkungen nur eine sehr begrenzte Reichweite haben, können sie im allgemeinen nur an dünnen Schichten beobachtet werden. Grundlage für die Proximity-Effekte ist, dass sich der Ginsburg-Landau-Ordnungsparameter y nicht sprunghaft, sondern nur allmählich über den Bereich der Kohärenzlänge x des Supraleiters ändern kann. Deshalb ist er in einem unmittelbar an den Supraleiter angrenzenden Normalleiter noch etwas von Null verschieden, so dass auch dort Cooper-Paare, wenn auch in geringerer Anzahl, auftreten.

Im erweiterten Sinne bezeichnet man als Proximity-Effekte Erscheinungen, die auftreten, wenn die angrenzende Schicht ferromagnetisch und metallisch leitend, ferrimagnetisch und isolierend oder ferroelektrisch und isolierend ist. Zu beobachten ist beim Proximity-Effekt gewöhnlich eine Änderung der Übergangstemperatur des Supraleiters.

 

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