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REM Color-Verfahren

(REM = Rasterelektronenmikroskop) Erzeugung von Farbbildern mit dem Rasterelektronenmikroskop, das normalerweise Schwarzweißaufnahmen liefert. In Analogie zur Multispektral-Fotografie lassen sich mit Hilfe eines elektronischen Zusatzgerätes Farbbilder herstellen. Die Signalinformation des REM wird mittels eines Gammadiskri-minators z. B. in drei Stufen getrennt. Optisch entspricht das den dunklen, mittleren und hellen Grautönen eines Halbtonbildes. Dieses zellenförmig auf dem Monitor erzeugte Bild wird normalerweise mit einem Schwarzweißfilm abfotografiert. Werden alle drei Helligkeitsbereiche hintereinander auf ein und denselben Film belichtet, entsteht der normale Bildeindruck mit Erhaltung der vollen Halbtonmodulation. Um ein Farbbild zu erzeugen, filtert man die elektronischen Halbtonauszüge. Die dunkelgrauen Töne werden z. B. durch ein Blaufilter, die mittleren durch ein Rotfilter und die hellen durch ein Gelbfilter auf Farbfilm belichtet. Hierdurch entstehen außerordentlich plastisch wirkende Farbbilder, die durch weiche Kantenverläufe der Farbbereiche einen harmonischen Bildeindruck bewirken. Zu wissenschaftlichen Bildaussagen können derartige REM-Coloraufnahmen durch standardisierte Farbzuordnungen, z. B. beim sog. Spannungskontrast, herangezogen werden. Beim Spannungskontrast werden bei einem integrierten Schaltkreis durch verschieden hohe Gleichspannungen äquivalente Grautöne erzeugt, die sich mit Hilfe des REM Color-Verfahrens in entsprechende Farbtöne umsetzen lassen und für analytische Zwecke eindeutige Bildaussagen ermöglichen.

 

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remanente Magnetisierung

 

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Weitere Begriffe : Eka-Osmium | holographische optische Elemente | Schottky-Langmuirsche Raumladungsformel

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