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Runzelkorn

Eine etwas irreführende Bezeichnung für eine »Retikulation« (Netzbildung), d. h. eine Veränderung (Schrumpfprozeß) der fotografischen Gelatineschicht zu einer sich über das ganze Negativ ausbreitenden netzartigen und erhabenen Struktur. Es ist nicht das Korn, das »runzelt«, sondern die Emulsion, die durch ein zu warmes Entwicklerbad oder eine zu warme Wässerung (meist durch ein Warm-Kalt-Wechselbad) hervorgerufen wird. Manchmal runzelt die Schicht bei zu schnellem, d. h. zu warmem Trocknen eines Films. Der dabei entstehende Effekt gilt unter Fotografen nicht nur als Panne. Er wird manchmal absichtlich herbeigeführt und für die Gestaltung eines Bildes genützt. Das Runzelkorn wird in dem Fall allerdings besser auf einem separaten, un-belichtet entwickelten Negativfilm herbeigeführt, in der Art eines Sandwich (Schicht gegen Schicht) über das Original montiert und dann erst aufbelichtet. Auf diese Weise wird das Originalnegativ nicht zerstört.

 

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