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Silikate

Salze von Kieselsäuren Adsorption FestkörperphysikChemie, Physikalische Chemie, die Salze der Kieselsäuren (H4SiO4, H6Si2O7, H8Si3O10, usw.). Die charakteristischen Bausteine der Silikate sind stabile SiO4-Tetraeder, die über Brückensauerstoffatome miteinander verbunden sind. Sie weichen in den verschiedenen Silikatstrukturen nur minimal von der idealen Form ab; der Abstand Si-O beträgt 0,162 nm, und der Bindungswinkel O-Si-O ist 109,5°. Die Systematik der Silikatstrukturen beruht auf einer Klassifizierung der verschiedenen Bauverbände, die durch Verknüpfung der SiO4-Tetraeder – nahezu ausschliesslich über gemeinsame Ecken – entstehen. Die Gliederung der Silikate ergibt sich aus den verschiedenen Verknüpfungsmöglichkeiten (siehe Abb.).

In Abhängigkeit vom Dispersionsgrad unterscheidet man grobdisperse (> 0,1 mm), feindisperse (< 0,1 mm) und molekulardisperse Silikate. Die Erdkruste besteht zu 90 % aus diesem Mineral, ungefähr ein Viertel aller bekannten Minerale sind Silikate. Die unter dem Namen Asbest bekannten, faserigen Silikatmineralien sind widerstandsfähig gegen Hitze, Feuer, Säuren und Laugen und besitzen eine hohe Zugfestigkeit und Flexibilität. Mikropartikel der Asbestfasern können über die Atemluft in die Lunge gelangen und eine als Asbestose bekannte, tödlich verlaufende Krankheit verursachen.

Silikate

Silikate: Verschiedene Anordnungen der Silikate; a) Inselsilikate, b) Gruppensilikate, c) Ringsilikate, d) Kettensilikate, e) Schichtsilikate, f) Gerüstsilikate. Die jeweils vierte Ecke der SiO4-Tetraeder liegt ober- bzw. unterhalb der Zeichenebene.

 

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