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Zerfallsreihe

Kernphysik, die Folge von radioaktiven Isotopen, welche durch sukzessiven radioaktiven Zerfall auseinander hervorgehen. Jede Zerfallsreihe beginnt mit einem Mutternuklid und endet bei einem nicht radioaktiven, stabilen Nuklid.

In der Natur gibt es die Thorium-Reihe, die Uran-Actinium-Reihe und die Uran-Radium-Reihe, die mit den radioaktiven Isotopen 232Th, 235U und 238U beginnen und bei stabilen Isotopen des Blei enden. Es gab eine vierte, beim Plutonium-Isotop 241Pu beginnende und beim Bismuth-Isotop 209Bi endende Zerfallsreihe, die wegen der verglichen mit dem Alter der Erde kurzen Halbwertszeit von 2,144 × 106 a als natürliche Reihe ausgestorben war, jedoch durch die neuerdings technisch hergestellten Transurane wieder existiert (radioaktiver Zerfallsreihen).

Weiterhin gibt es noch eine grössere Anzahl kürzerer oder längerer Zerfallsreihen, die nur aus aufeinanderfolgenden Betazerfällen bestehen, die bei den Zerfallsprodukten der Kernspaltung auftreten. Bei der Suche nach überschweren Elementen durch Schwerionen-Reaktionen spielen Alphateilchen emittierende Zerfallsreihen eine bedeutende Rolle bei der Nuklididentifikation.

 

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