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Adiabatenhypothese

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Julian Schultheiss

in der Quantentheorie die Hypothese, dass ein System, das sich anfangs in einem bestimmten stationären quantenmechanischen Zustand befindet, in diesem verbleibt, falls die Änderung der Parameter des Systems, z.B. äussere Feldstärken und Lagen äusserer Wände, hinreichend langsam geschieht. Die Adiabatenhypothese trifft also eine Aussage über die Zeitabhängigkeit des Hamilton-Operators für den Grenzfall grosser Zeiten (adiabatische Zustandsänderung).

In der Quantenfeldtheorie versteht man unter der Adiabatenhypothese das unendlich langsame Ein- und Ausschalten der Wechselwirkung zum Zeitpunkt t =  -  ¥  bzw. t =  +  ¥ , verbunden mit der Annahme, dass die asymptotischen Zustände der zur Zeit t =  -  ¥  einlaufenden (wechselwirkungsfreien) Teilchen eines Streuprozesses auch Eigenzustände des vollständigen, die Wechselwirkung des Systems beschreibenden Hamilton-Operators sind, d.h. der Hilbert-Raum der einlaufenden Teilchen ist mit demjenigen der wechselwirkenden identisch. (Asymptotenbedingung)

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