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Anharmonizität

1) Schwingungslehre: Nichtlinearität, bezeichnet die Abweichung des Potentials eines Oszillators von der harmonischen Form Anharmonizität, wobei u die Auslenkung und k eine Proportionalitätskonstante ist. Man erhält ein anharmonisches Potential z.B. dadurch, dass man in der Taylorentwicklung eines Potentials auch Terme dritter und höherer Ordnung berücksichtigt. Anharmonische Oszillatoren spielen z.B. bei Molekülschwingungen und in der Festkörperphysik bei Schwingungen des Gitters (anharmonische Gitterschwingung) eine Rolle.

2) Molekülphysik: Abweichung der Molekülschwingungen vom harmonischen Verhalten. Die harmonische Schwingung ist das einfachste Modell, um die Schwingung eines zweiatomigen Moleküls zu beschreiben. Dieses Modell kann jedoch einige experimentelle Ergebnisse nicht beschreiben, z.B. das Auftreten von Oberschwingungen und die Dissoziation in höher angeregten Schwingungszuständen. Eine Potentialkurve, die diese Erscheinungen besser berücksichtigt, ist das Morse-Potential.

 

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