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Anschütz Ottomar

(geb. 1946 Lissa bei Posen,gest. 1907 Berlin) Absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler und ließ sich anschließend zum Fotografen ausbilden. Er studierte in Berlin, München (bei Hanfstaengl) und Wien. Anschütz eröffnete 1868 ein Fotostudio in Lissa (bei Posen). Doch sein besonderes Verdienst liegt im Bereich der Bewegungsanalyse. Ähnlich wie Muybridge stellte er eine große Anzahl Kameras nebeneinander auf, um die Bewegungen von Menschen und Tieren in einzelnen Bewegungsphasen festzuhalten. In den Jahren 1887-1891 konstruierte er den Anschütz-Schnellseher, einen elektrisch betriebenen Betrachtungsapparat: Phasenbilder (Glasdiapositive) wurden auf einer rotierenden Scheibe befestigt, die im Dunkeln in schneller Folge durchleuchtet wurden. Das Ergebnis waren bewegte Bilder. 80 solcher Elektrotachy-skope, Vorläufer des Kinematographien, wurden in Zusammenarbeit mit Siemens & Halske, Berlin, gebaut und verkauft. Die Apparate wurden auf Jahrmärkten aufgestellt und durch Einwerfen einer Münze in Betrieb gesetzt.

 

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Anschütz-Kaempfe

 

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