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Bedeckung

Okkultation, die vollständige oder teilweise (streifende Okkultation) Verfinsterung eines Gestirns durch einen weiteren Himmelskörper, der sich zwischen Gestirn und Beobachter schiebt. Bekannte Beispiele sind Sonnenfinsternisse (die Sonne wird durch den Mond bedeckt), Sternbedeckungen (der Mond bedeckt einen Stern) und die Bedeckung eines Planeten oder Planetoiden durch den Mond. Das Verschwinden eines Sterns hinter dem Mondrand (Eintritt) nennt man Immersion, den Wiederaustritt Emersion. Durch den Mond gibt es etwa 4000 Sternbedeckungen pro Jahr. Photoelektrische Messungen von Sternbedeckungen ermöglichen die Bestimmung von Durchmessern sonnennaher Sterne. Okkultationen von Sternen durch Planeten ermöglichen die Untersuchungen der Planetenatmosphären (das Licht eines Sterns wird um so schwächer, je dichter die Atmosphäre des Planeten ist, durch die sein Licht abgeschwächt wird). Die Ringe des Uranus wurden z.B. durch Okkultationsbeobachtungen entdeckt, sowie die Tatsache, dass Pluto eine dünne Atmosphäre besitzt. In der Radioastronomie wurde bei der Bedeckung der Radioquelle 3C 273 durch den Mond der erste Quasar entdeckt. Die Bedeckung eines Sterns durch einen anderen Stern findet man bei Bedeckungsveränderlichen, bei denen die eine Komponente eines Doppelsterns die andere bedeckt. Dadurch lassen sich z.B. Mehrfachsysteme identifizieren.

 

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Bedeckungsveränderliche

 

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