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Doppelbelichtung

Bei modernen Kameras kommt es kaum noch zu einer versehentlichen Doppel- oder Mehrfachbelichtung, da sie eine Doppelbelichtungssperre haben. Fast immer sind Doppelbelichtungen bewußt herbeigeführt, um bestimmte Bildwirkungen zu erzielen oder die Information mehrerer Bilder in einer einzigen Aufnahme wiederzugeben. Um nach der Erstbelichtung eine Zweitbelichtung zu erzielen, muß sich der Kameraverschluß spannen lassen, ohne daß der Film gleichzeitig weitertransportiert wird. Dies ist nicht bei allen Kameras möglich. Neuere Modelle sind mit einer Entsperrvorrichtung für Mehrfachbelichtungen ausgestattet. Dabei gibt es außer aufnahmetechnischen vor allem gestalterische Probleme. Sorgfältige Planung (evtl. Skizze) ist daher Voraussetzung für den Erfolg. Handelt es sich um zwei kontrastreiche Motive, die übereinanderbelichtet werden sollen, so werden die Lichter des einen Motivs immer nur dann differenziert abgebildet, wenn sie in die Schattenbereiche (dunkle Bildpartien) des anderen Motivs fallen. Soll die erste Aufnahme in einer Zweitbelichtung nur von einer grafischen Struktur oder von zarten Farbflächen überlagert werden, muß die zweite Belichtung schwächer ausfallen als die erste. Welche Aufnahme im Endeffekt mehr Gewicht erhalten soll, muß vom Fotografen bereits vor der Aufnahme entschieden werden. Insgesamt müssen Doppel- oder Mehrfachbelichtungen unterbelichtet werden, so daß die Gesamtheit aller Einzelaufnahmen eine korrekte Gesamtbelichtung des Filmmaterials ergibt. Eine besondere Art der Doppelbelichtung, in der beide Einzelbilder gewissermaßen gleichberechtigt sind, ist die Doppelgängeraufnahme.

 

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Doppelbelichtungssperre

 

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