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exzitonische Supraleiter

(hypothetische) Supraleiter, bei denen die Bindung der Elektronen zu Cooper-Paaren nicht über den Austausch von Phononen (Elektron-Phonon-Mechanismus der Supraleitung), sondern durch elektronische Anregungen (z.B. Plasmonen oder Interbandanregungen) zustande kommt, die in ihrer Gesamtheit etwas irreführend als »Exzitonen« bezeichnet werden. Wegen der vergleichsweise hohen charakteristischen Energien solcher Anregungen () erhält man im Rahmen der BCS-Theorie über die Beziehung  schon für kleine Kopplungskonstanten l hohe Sprungtemperaturen Tc (ohne weiteres Zimmertemperatur!). Dieser Mechanismus wurde 1964 von W.A. Little vorgeschlagen und am Modell organischer Ketten mit hochpolarisierbaren Liganden (Little-Modell für Supraleiter, eindimensionale Supraleiter) diskutiert. Obwohl Littles Idee in zahlreichen Folgearbeiten (vor allem von V.I. Ginsburg und Mitarbeitern) aufgegriffen und auf zwei und drei Dimensionen erweitert wurde, konnte bis heute ein eindeutiger experimenteller Nachweis für die Existenz exzitonischer Supraleitung nicht erbracht werden.

 

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