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Kopplungskonstanten
Teilchenphysik,
in der Quantenfeldtheorie Konstanten, die in der Lagrange-Dichte die Operatoren
der wechselwirkenden Teilchen miteinander verknüpfen und charakteristisch für
die Stärke der entsprechenden Wechselwirkung sind. Sind die Kopplungskonstanten
für alle an einer speziellen Wechselwirkung beteiligten Systeme gleich, spricht
man von einer universellen Kopplung. Der Begriff Kopplungskonstante ist aber
insofern irreführend, da im Rahmen der störungstheoretischen Behandlung der
Quantenfeldtheorie und der notwendigen Renormierung die ursprünglichen
»nackten« Parameter der Lagrange-Dichte durch physikalische, energieabhängige
Parameter ersetzt werden. Der Beitrag niedrigster Ordnung zur
Kopplungskonstanten hat die Form

wobei g0 die nackte Kopplung, g(k2) der empirische Wert
und I ein Integrand ist, der sich aus der Anwendung
der Feynman-Regeln ergibt. Das Integral ist i.a. divergent; allerdings lassen
sich die Werte der Kopplungskonstanten für verschiedene Impulswerte zueinander
in Beziehung setzen,

wobei der Integrand jetzt nur noch für q2 zwischen und beiträgt. Mit diesem Ansatz ist die
Kopplungskonstante endlich und die Strahlungskorrekturen äussern sich nur darin,
dass sie ihren beobachteten Wert von der Energie abhängig machen (laufende
Kopplungskonstante). Diese Abhängigkeit lässt sich mit Hilfe der Renormierungsgruppengleichung
zu

bestimmen. Das Vorzeichen hängt von der Wechselwirkung ab: für
die elektromagnetische Wechselwirkung, also den abelschen U(1)-Sektor des
Standardmodells, ist es positiv, für den nicht-abelschen Sektor negativ. Im
ersten Fall ist auch der Wert der kritischen Energieskala l ohne Bedeutung,
während er für die Quantenchromodynamik (QCD) bei lQCD » 200 MeV liegt
und die Grenze für die Energiebereiche markiert, in denen entweder
asymptotische Freiheit oder Confinement vorliegt.
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