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Kirlian-Fotografie

Die auf den russischen Forscher Demyon Kirlian (geb. 1938) zurückgehende »Elektrografie« besteht im Prinzip auf einer Modifikation der von dem Physiker Lichtenberg 1774 entdeckten und nach ihm benannten elektrischen »Gleitentladungen«. Das Prinzip besteht bei Lichtenberg aus einer Direktladung einer hohen Gleichspannung mittels einer Spitzo der Kugel-Elektrode auf einen fotografischen Film, wobei sich durch die büschelförmige Entladung »elektrische Dentriten-Strukturen« abbilden. Im Unterschied hierzu wird bei der Kirlian-Fotografie ein hochfrequentes Wechselspannungsfeld (100 Kiloherz, 12 bis 32 Kilovolt) mittels eines Tesla-Transformators erzeugt. In dem preiswerten Gerät »Verograph« wurde, auch für den Fotoamateur, eine Möglichkeit geschaffen, Kirlian-Auf-nahmen selbst herzustellen: Bei einfachen Schwarzweißbildern wird auf die. Glasplatte, unter der sich die gut isolierte Elektrode befindet, ein Blatt 13 x 18 cm-Fotopapier gelegt (dünn, Gradation spezial) und darauf z. B. die Hand mit gespreizten Fingern leicht angedrückt oder ein Blatt bzw. eine Blüte befestigt. Dann wird mit der anderen Hand am Tastknopf oder über eine gut isolierte Schaltuhr 1-5 s bei eingestellten 32 000 Volt »belichtet«, d. h. das Gerät eingeschaltet. Im Licht der gelbgrünen oder roten Dunkelkammerlampe sieht man um die Außenzone der Finger herum eine Entladung von kleinen, 5 bis 10 mm langen blauen »Blitzen« ausstrahlen. Dann wird das Fotopapier entwickelt. Je nach Leitfähigkeitsbedingungen (Schweiß, Salzgehalt, Feuchtigkeit) der Hautoberfläche entstehen verschieden geformte »Corona«-Entladungen, die von psychischen Zuständen abhängen können. Bei Farbaufnahmen wird vorwiegend Color-Planfilm verwendet.

 

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KKM

 

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