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Satellitenkommunikation

Auf Funkverbindungen mit Satelliten, die die Erde umkreisen, beruhende Nachrichtenübermittlung. Gegenüber terrestrischen Kommunikationssystemen, ob drahtgebunden oder drahtlos (Nachrichtentechnik), lassen sich mit Hilfe von Satelliten weiträumige Gebiete verhältnismäßig einfach versorgen. Das ist vor allem auch für dünn besiedelte Gebiete relativ kostengünstig, weil statt weitverzweigter Kabelnetze oder zahlreicher Sende- und Empfangsanlagen im wesentlichen nur Antennen aufzustellen sind. S. dient heute der Übertragung von Fernseh- und Hörfunksendungen, von Fern-sprech- und Datensignalen aller Art. Nachdem die Deutsche Bundespost bis Sommer 1989 auf ausländische und internationale Satelliten angewiesen war, kann sie inzwischen den Rundfunk- und Fernsehsatelliten TV-SAT1 und den Fernmeldesatelliten DFS-1 nutzen, denen weitere, im Prinzip baugleiche Satelliten folgen werden. 80% der von der Post genutzten Satellitenkapazität entfallen auf Rundfunkübertragungen (Hörfunk und Fernsehen). Es wird angenommen, daß die neueren Satelliten 9 bis 11 Jahre lang betriebsfähig sind. Alle umrunden die Erde auf sog. geostationären Bahnen, behalten also ihre Position im Raum gegenüber der Erde bei. Künftige Satellitengenerationen sollen mit Mikroprozessoren und Datenspeichern, mit »intelligenten Nutzlasten« ausgestattet werden. Als vielversprechende neue Anwendungen der S. gelten die Mobilkommunikation mit Schiffen, Flugzeugen und Landfahrzeugen sowie die Kommunikation mit Raumfahrzeugen. Sog. Navigationssatelliten als Navigationshilfen (Navigation) für Schiffe und Flugzeuge gewinnen an Bedeutung.

 

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