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Schalldämmass

Akustik, in der Lärmabwehr Kenngrösse für die schalldämmende Wirkung von Bauelementen (Wänden, Kapseln, Türen, Fenster usw.). Das Schalldämmass R ist definiert als der zehnfache Logarithmus des Verhältnisses der auf einer Seite auftreffenden Schalleistung P1 zur auf der anderen Seite abgestrahlten Schalleistung P2: R = 10 lg(P1 / P2) dB.

Das lineare Verhältnis von abgestrahlter zu auftreffender Schalleistung wird als Schalltransmissionsgrad t bezeichnet, t = P2 / P1, d.h. R = 10 lg(1 / t) dB.

Die Definition des Schalldämmasses gilt streng genommen für das betrachtete Bauelement unter Laborbedingungen. Im eingebauten Zustand (z.B. Wand zwischen zwei Räumen) muss berücksichtigt werden, dass neben der durch das Bauelement allein übertragenen Schalleistung P2 noch eine über Flankenwege übertragene Schalleistung P2F im Empfangsraum auftritt, die zur Leistung P2 zu addieren ist. Daraus ergibt sich das scheinbare Schalldämmass (Bauschalldämmass)

Schalldämmass

Zu Bestimmung des Schalldämmasses werden in der Praxis die mittleren Schalldruckpegel L1 und L2 in Sende- und Empfangsraum gemessen und es ergibt sich R = L1 - L2 + 10 lg(S / A2) dB (S: Fläche des die Räume trennenden Bauelementes, A2: äquivalente Schallabsorptionsfläche (Schallabsoptionsfläche, äquivalente) im Empfangsraum). Das Schalldämmass ist frequenzabhängig und wird normalerweise in Terzbändern mit dem Mittenfrequenzen 100-3 150 Hz gemessen. Wenn die so gewonnenen 15 Messwerte auf einen Zahlwert reduziert werden sollen, ist eine Bewertung nach DIN EN ISO 717-1 vorzunehmen, woraus sich das bewertete Schalldämmass R W ergibt.

Schalldämmass

Schalldämmass: Zur Definition.

 

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