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Spontanmagnetisierung
Festkörperphysik,
Magnetisierung von ferromagnetischen Substanzen ohne die Einwirkung von äusseren
Magnetfeldern, die unterhalb der Curie-Temperatur auftritt (Curie-Weiss'sches
Gesetz). Sie wird bestimmt aus den Magnetisierungskurven (Hystereseschleife,
Magnetisierungsprozess) in einem Feld H durch die
Extrapolation des linearen Verlaufs von M(H) auf H = 0 (siehe Abb.),
nachdem durch Vormagnetisieren die Domänenstruktur verschwunden ist und nur
noch eine einzige magnetische Domäne in Feldrichtung vorhanden ist. Davon zu
unterscheiden ist die Remanenz, die bei H = 0
verbleibt. Die Spontanmagnetisierung ist temperaturabhängig und gehorcht bei
vielen Substanzen dem Blochschen Magnetisierungsgesetz. Für T ® 0 entspricht sie der
Sättigungsmagnetisierung. Bei Ferrimagnetismus wird ebenfalls eine
Spontanmagnetisierung beobachtet.

Spontanmagnetisierung: Bestimmung der Spontanmagnetisierung
aus Magnetisierungskurven von Nickel für
verschiedene Temperaturen unterhalb der Curie-Temperatur von TC = 356 °C.
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