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thermomagnetische Effekte

Elektrodynamik und Elektrotechnik, alle Erscheinungen, die in Elektronenleitern auftreten, wenn in ihnen in Anwesenheit eines äusseren Magnetfeldes H Wärme transportiert wird. Da in Elektronenleitern die Wärme überwiegend von Elektronen transportiert wird, hat eine Wärmeströmung F ganz ähnliche Auswirkungen wie ein Stromfluss (galvanomagnetische Effekte), insbesondere erfahren die Elektronen eine Lorentz-Kraft. Hierdurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Stösse mit dem Gitter, die Wärmeleitfähigkeit nimmt ab (analog zur Erhöhung des Magnetowiderstands) und es entsteht eine longitudinale elektrische Potentialdifferenz. Auf Grund der mittleren Nettobewegung der Elektronen in Richtung des Wärmetransports wirkt die Lorentz-Kraft in eine der beiden senkrecht auf F und H stehenden Achsen stärker, und es entsteht auch ein transversales Spannungs- und Temperaturgefälle.

Im einzelnen kennt man die folgenden thermomagnetischen Effekte: Der erste Righi-Leduc-Effekt beschreibt das Auftreten einer Temperaturdifferenz senkrecht zu F und H, der zweite Righi-Leduc-Effekt oder Maggi-Righi-Leduc-Effekt beschreibt analog die Temperaturdifferenz DTlong in Richtung des Wärmetransports sowie die Änderung der Wärmeleitfähigkeit. Weiterhin treten der erste (elektrische Potentialdifferenz senkrecht auf F und H) und zweite Ettinghausen-Nernst-Effekt (longitudinale Potentialdifferenz) auf.

 

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