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Apogäum

Erdferne, 1) Astronomie: Apsiden;

2) Raumfahrttechnik: der am weitesten von der Erde entfernte Punkt der elliptischen Umlaufbahn eines Satelliten. Nach dem zweiten Keplerschen Gesetz ist die Geschwindigkeit im Apogäum am geringsten. Will man einen Raumflugkörper, etwa einen geostationären Fernmeldesatelliten, energiesparend auf dieser Höhe stabilisieren, so muss sein Raketentriebwerk bei jedem Durchlauf durch das Apogäum einer elliptischen Transferbahn gezündet werden, wobei das Apogäum der Transferbahn mit dem gewünschten Kreisbahnradius übereinstimmen muss. Dadurch weitet sich die Bahn auf, d.h. die Exzentrizität der Bahn nimmt ab, bis im Idealfall eine Kreisbahn erreicht ist. Die dazu verwendeten Raumantriebe sind oft Feststoffraketen, bisweilen auch elektrische Antriebe, und werden als Apogäumsmotoren bezeichnet. Satelliten, die auf diese Weise in eine Umlaufbahn gebracht werden, bezeichnet man als Apogäumssatelliten.

 

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Weitere Begriffe : Dünnschicht-Hybridtechnik | Modulationsverbreiterung | Hartree-Fock-Näherung

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