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Coanda-Effekt
die
Eigenschaft von Flüssigkeits- und Gasstrahlen, sich an in der Nähe befindliche
feste Wände anzulegen und daran entlang zu strömen. Als Beispiel sei eine
Anordnung aus einem schmalen Schlitz und einem unmittelbar daneben befindlichen
Kreiszylinder betrachtet. Aus dem Schlitz tritt ein Fluidstrahl tangential zum
Zylinder aus. Der Strahl strömt um den Zylinder herum, da der Druck am Zylinder
kleiner ist als der Aussendruck. Bei ausreichend grosser Reynolds-Zahl ist der
Strahl turbulent und reisst ruhendes Medium mit, und an der Wand bildet sich
eine turbulente Grenzschicht aus. Dadurch nimmt die Breite dieses
"Wandstrahls" mit zunehmendem Abstand vom Schlitz zu. In dem Masse,
wie er von aussen ruhendes Medium ansaugt, wird die Geschwindigkeit im Strahl
kleiner, und der Druck wird grösser. Ist der Druck im Wandstrahl gleich dem
Umgebungsdruck, so löst sich die Grenzschicht von der Wand ab; bei grosser
Reynolds-Zahl und kleinem Verhältnis Schlitzweite/Radius tritt dies bei einem
Umlenkwinkel von 240° ein.
In der Technik wird der Coanda-Effekt zur Vergrösserung des
Auftriebes von Flugzeugen durch Beeinflussung der Tragflügelumströmung und zur
Umlenkung von Fluidstrahlen genutzt.
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