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elastische Wellen
Festkörperphysik,
in Festkörpern propagierende elastische Deformationen, die zur Bestimmung der
elastischen Konstanten in Festkörpern verwendet werden. Anstatt statischer
Zugversuche etc. können auch sogenannte dynamische Verfahren angewendet werden,
bei denen man Eigenschwingungen oder elastische Wellen mit vorgegebener
Laufrichtung in der Probe beobachtet.
Sowohl die Schwingungsform als auch die
Ausbreitungsgeschwindigkeit hängen in komplizierter Weise von der
Kristallsymmetrie und von der Ausbreitungsrichtung ab.
Beispielsweise gilt für eine Probe mit kubischem
Kristallgitter bei Ausbreitung der elastischen Welle längs der Symmetrieachsen
folgender Zusammenhang:
a) Ausbreitung längs der [100]-Richtung:
,
b) Ausbreitung längs der [101]-Richtung:
, ,
c) Ausbreitung längs der [111]-Richtung:
, .
Es gibt jeweils eine Longitudinalwelle mit der
Phasengeschwindigkeit v L und zwei zueinander
senkrechte linear polarisierte Transversalwellen mit den Geschwindigkeiten v T1 und v T2. Diese sind in den
beiden Fällen (a) und (c) miteinander symmetrieentartet, so dass hier v T1 = v T2 = v T ist.
In einer beliebig schief zu den Symmetrieachsen liegenden
Ausbreitungsrichtung existieren (entsprechend den drei möglichen
Bewegungsrichtungen eines Massenteilchens) ebenfalls immer drei elastische
Wellen, die jedoch nicht mehr rein longitudinal oder rein transversal sind. Für
sie gelten kompliziertere Formeln für die Schallgeschwindigkeit.
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