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Faradaysche Gesetze

Elektrodynamik und Elektrotechnik, vom M. Faraday 1833/34 untersuchte und quantitativ erklärte Zusammenhänge zwischen dem Stromfluss durch einen Elektrolyten und den an den Elektroden abgeladenen Stoffmengen (Elektrolyse).

1) Erstes Faradaysches Gesetz: Die Menge m der elektrolytischen Zersetzungsprodukte ist proportional zur durchgegangenen Elektrizitätsmenge, d.h. bei konstanter Stromstärke I dem Produkt aus I und der Stromflusszeit t: m = F × I × t. Die Proportionalitätskonstante F heisst elektrochemisches Äquivalent oder Faraday-Konstante.

2) Zweites Faradaysches Gesetz: Die durch gleiche Elektrizitätsmengen aus einem Elektrolyten abgeschiedenen Mengen m1, m2 zweier verschiedener Stoffe verhalten sich wie die chemischen Äquivalente der Stoffe: m1 : m2 = M1 / n1 : M2 / n2. Dabei sind M1,2 die Atom- bzw. Molekulargewichte der Stoffe und n1,2 die elektrochemischen Wertigkeiten ihrer Ionen.

Die Faradayschen Gesetze bildeten bis 1947 die Grundlage für die Definition der Einheit der elektrischen Stromstärke, des internationalen Ampere: Ein Strom hatte demnach die Stärke von 1 Aint, wenn er während 1 s an der Kathode eines Silbervoltameters 1,118 00 mg Silber abschied (Ampere).

 

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