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Farbentüchtigkeit

Fähigkeit des Auges, alle sich aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau ergebenden Farbenmischungen wahrzunehmen (Farbtauglichkeit). Die Fähigkeit der Zapfen, eine Strahlung gleichzeitig nach drei verschiedenen Spektralwertfunktionen zu bewerten, bedingt die einheitliche Gesamtempfindung Farbe. Stimmen diese drei Spektralwertfunktionen einer Person mit denen der überwiegenden Mehrheit praktisch überein, dann besitzt diese Person eine normale Trichromasie (92 % der Männer, 99,6 % der Frauen). Der Nachweis erfolgt mit Pigmentfarbentafeln verschiedener Art nach dem Prinzip der Pseudoisochromasie, d. h., in ein farbiges Grundmuster sind Figuren eingezeichnet, die sich vom Grund nur durch die Farbe, aber nicht durch die Helligkeit unterscheiden. Farbentüchtige können diese Unterschiede erkennen. Im Farbteil sind Beispiele für Tafeln zur Prüfung des Farbensinns nach VELHAGEN angegeben. Beim Bild a erkennen Farbentüchtige die 69, Farbenuntüchtige mit Störungen im Rot-Grün-Bereich erkennen nur 00. Im Bild b erkennen Farbentüchtige 182, Farbenuntüchtige mit Störungen im Rot-Grün-Bereich erkennen nur 8, Farbenuntüchtige mit Störungen im Blau-Gelb-Bereich erkennen nur 12. Im Nagel-Anomaloskop, einem Spektraifarbenmischapparat, wird ein aus Rot 670 nm und Grün 556 nm gemischtes Licht gleich reinem Gelb 589 nm gesehen; Farbenuntüchtige haben dabei charakteristische Abweichungen der Mischfarbe. F. ist für Berufe mit wichtigen Alternativentscheidungen, die nur durch farbige Symbole angegeben werden, unabdingbar, so für nautisches Personal der Schiffahrt, für Flugzeugführer und für Triebfahrzeugführer.

 

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