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Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe

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Karl-Wilhelm Steinfieber

Vakuumtechnik, eine Vakuumpumpe, bei der die Förderung des abzusaugenden Gases mit Hilfe einer rotierenden Flüssigkeit erfolgt, sie gehört zu den Rotations-Verdrängerpumpen. Der Aufbau besteht aus einem teilweise mit Wasser gefüllten zylindrischen Gehäuse, in dem ein Flügelrad exzentrisch angeordnet ist (Abb.). Bei Rotation des Rades bildet sich ein konzentrischer rotierender Wasserring. Dies führt zur Bildung von Zellen, deren Volumen während der Rotation periodisch zu- und abnimmt. Führt man nun diesen Zellenräumen Gas aus dem angeschlossenen, zu extrahierenden Vakuumgefäss zu, so wird dieses in Richtung der sich verkleinernden Räume gefördert und nach Kompression auf Atmosphärendruck ausgestossen. Der Flüssigkeitsring dient gleichzeitig auch zur Abdichtung von Ansaugstutzen und Vakuumgefäss gegen den Atmosphärendruck am Auspuffstutzen. Zur Vermeidung einer Überhitzung durch das komprimierte abgesaugte Gas wird die Betriebsflüssigkeit ständig erneuert. Typische Werte für das Saugvermögen liegen bei 10-25 000 m3 / h, der Einsatz erfolgt bei Drücken bis hinab zu 3-6 kPa (30-60 mbar), darunter kann die Pumpe durch Dampfbildung und Kavitationen zerstört werden.

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe: Wirkungsweise einer Wasserring-Vakuumpumpe: 1: Auspuffstutzen, 2: Ansaugstutzen, 3: Flüssigkeitsring, 4: Saugschlitz, 5: Rotor, 6: Zellen, 7: Druckschlitz.

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