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Gitteroptik

Oberbegriff für die theoretische Beschreibung der optischen Erscheinungen beim Durchgang des Lichtes durch Kristalle. Die Gitterpunkte werden als dreidimensionale Anordnung diskreter, schwingungsfähiger Teilchen (Oszillatoren) betrachtet, die bei entsprechender Anregung durch eine Lichtwelle (Primärwelle) um ihre Gleichgewichtslage schwingen. Jeder Oszillator sendet bei Anregung durch die Primärwelle kugelförmige Sekundärwellen gleicher Frequenz aus. Durch Überlagerung der Sekundärwellen untereinander und mit den Primärwellen kommt es zu Interferenzerscheinungen. Diese werden bestimmt durch die infolge des jeweiligen Netzbenenabstandes hervorgerufene Grösse der Phasendifferenz der Sekundärwellen. Dabei erfolgt eine Auslöschung der Primärwelle. Die infolge Verstärkung durch Interferenz ausgezeichneten Richtungen der Sekundärwellen bestimmen die Wellenfront des gebrochenen bzw. reflektierten Lichts.

Die gitteroptische Beschreibung der kristallographischen Erscheinungen erfolgte durch P.P. Ewald (1912), M. Born (1915) und auf quantentheoretischer Grundlage durch G. Wentzel (1933).

 

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