Interferenz
Erscheinung, die beim Zusammenwirken einer oder mehrerer Wellen, Funkwellen, Lichtwellen oder Wellen in Flüssigkeiten, auftritt. Haben zwei Weilen gleiche Wellenlänge und gleiche Phasenlage (Phase) addieren sich ihre Amplituden (Verstärkung). Ist ihre Phasenlage um 180 Grad verschieden, kommt es zur Auslöschung der Wellen. Ist die Phasenlage größer oder kleiner, ergibt sich eine neue »überlagerte« Welle. Das I. phänomen wird vor allem in der Optik, . der Funk- und der Labortechnik vielfältig genutzt.
In der Fotografietechnik:
Gesamtheit aller Überlagerungserscheinungen, die beim Zusammentreffen von Lichtwellen mit fester Phasenbeziehung an bestimmten Raumpunkten entstehen. Beim Aufeinandertreffen von je zwei Wellenbergen oder -tälern sich konzentrisch ausbreitender Lichtwellen addiert sich deren Wirkung, während die Vereinigung eines Wellenberges mit einem Wellental zur Auslöschung führt (die Wirkungen heben sich gegenseitig auf). Erscheinungen wie Beugung und • Lichtbrechung sind ausschließlich auf die Interferenz von Elementarwellen zurückzuführen. Die räumlich feststehende und daher direkt beobachtbare Interferenz kohärenten, d. h. gleichschwingenden Lichtes macht sich u. a. die Holographie zunutze. Alltägliche Interferenzerscheinungen sind die durch unsachgemäßes Rahmen von Diapositiven entstehenden Newton’-schen Ringe.
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