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Hyaden
Regengestirn, ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. In der griechischen
Mythologie waren die Hyaden die Töchter des Atlas und der Pleione und bildeten
ein eigenes Sternbild. Es erscheint im Herbst am Himmel und kündigte so die
winterliche Regenzeit an.
Bereits im 19. Jh. erkannte man anhand von Messungen der
Eigenbewegung, dass die Hyaden zu einem ausgedehnten Sternstrom, dem
Taurus-Strom, gehören und sich somit im weiteren Umfeld der Sonne befinden
müssen. Aufgrund der Nähe der Hyaden lassen sich die Entfernungen der Sterne
noch mit trigonometrischen Methoden bestimmen. Aus diesen und aus der
Sternstromparallaxe wurde die Entfernung der Hyaden zu etwa 46,34 pc (ca. 150
Lj) bestimmt. Der genaue Wert bildet eine wichtige Stufe der kosmischen
Entfernungsskala, auf der weitere Methoden der Entfernungsbestimmung aufbauen.
Man versucht daher ständig, den Wert zu verbessern, in jüngster Zeit auch durch
den Astronomiesatelliten Hipparcos. Da sich einige der massereichen Sterne
bereits die Hauptreihe des Hertzsprung-Russell-Diagramms verlassen haben, lässt
sich das Alter auf etwa 650 Millionen Jahre schätzen.

Hyaden: Der Sternhaufen der Hyaden im optischen Bereich.
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