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Koinzidenzmethode

von W.W.G. Bothe und W. Kolhörster ursprünglich für die Kernphysik entwickelte Methode zur genaueren Kernspektroskopie. Gleichzeitige oder zeitlich fest korrelierte Impulssignale werden als Paare oder Gruppen von Nachweissignalen eines Streuprozesses registriert. Die Registrierung der Verteilung der Impulshöhen erfolgt vielfach über Impulshöhenanalysatoren. Bothe und Geiger konnten in einem berühmten Experiment durch Anwendung der Koinzidenzmethode auf den Compton-Effekt überzeugend nachweisen, dass die Streuung der Photonen wirklich mit der Erzeugung schneller gestossener Elektronen verbunden ist. Energie, Impuls und Richtung dieser Elektronen entsprachen auch genau der Theorie. Damit wurde erstmalig die Richtigkeit der Photonenvorstellung und die Gültigkeit von Energie- und Impulssatz bei der Wechselwirkung zwischen Materie und Strahlung bewiesen. Für die Entwicklung der Koinzidenzmethode erhielt Bothe 1954 den Nobelpreis.

 

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