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Paläomagnetismus

Umwelt- und Geophysik, die Wissenschaft von der Erforschung des Erdmagnetfelds in früheren geologischen Epochen (Geomagnetismus). Diese wird möglich durch die remanente Magnetisierung in vor allem vulkanischen Gesteinen und Sedimenten mit ferromagnetischen Einschlüssen. Die Magnetisierung vulkanischer Gesteine richtete sich bei Abkühlung unter die Curie-Temperatur nach dem damals herrschenden erdmagnetischen Hauptfeld aus; magnetische Sedimente konnten sich bis zur Verfestigung nach dem Erdfeld ausrichten. In Verbindung mit einer stratigraphischen oder paläogeophysikalischen Datierung der Gesteine konnte so die Wanderung der Erdmagnetpole und die mehr oder weniger periodische Umpolung des Erdmagnetfeldes nachgewiesen werden. Es werden so Informationen über die Lage und damit die Bewegung der Kontinente in geologischen Zeiträumen erhalten (paläomagnetische Zeitskala). Besonders eindrücklich sind die Zonen entgegengesetzt magnetisierter Sedimente in Ozeanbecken zwischen mittelozeanischen Rücken (junge Gesteine) und den am Rande der Becken gelegenen Subduktionszonen (alte Gesteine).

 

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