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photodielektrischer Effekt

Elektrodynamik und Elektrotechnik, die Veränderung, meistens Erhöhung, der Dielektrizitätskonstante e eines Stoffes (Photodielektrikum) bei Beleuchtung. Der Effekt tritt vornehmlich bei Materialien auf, die auch Phosphoreszenz zeigen, etwa dotiertem Zinksulfid; er war schon 1909 P. Lenard bekannt. Die Änderung von e hängt von der Frequenz des eingestrahlten Lichts und der Temperatur ab. Es gibt keinen einfachen Ausdruck für die Intensitätsabhängigkeit des Effekts. Eine Erklärung erfolgt durch Traps genannte Elektronen-Haftstellen, deren Resonanzfrequenz entsprechend der Bindungsenergie bei 0,1-1 eV liegt und zur Dielektrizitätskonstanten beiträgt. Durch die Bewegung zwischen einzelnen Traps erfährt die Elektronenbewegung eine Phasenverschiebung, welche sich ebenfalls auf e auswirkt. Der Effekt ist mit der Thermolumineszenz verwandt.

 

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Photodiode

 

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