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Phosphoreszenz
Fluoreszenz
Atom- und
Molekülphysik, neben der Fluoreszenz eine der Leuchterscheinungen, die unter
dem Begriff Lumineszenz zusammengefasst werden. Das Grundprinzip ist das gleiche
wie das der Fluoreszenz: Atome, Moleküle, Flüssigkeiten oder Festkörper werden
durch elektromagnetische Strahlung oder Teilchenstrahlung in einen angeregten
Zustand angehoben. Im Falle der Fluoreszenz erfolgt die Reemission unter
Aussendung elektromagnetischer Strahlung auf einer Zeitskala im Bereich von 10-8 Sekunden. Im Falle der
Phosphoreszenz kann die Reemission in den Grundzustand bis zu mehreren Stunden
dauern, d.h. die Lichtenergie wird in diesen Stoffen, die als Phosphore
bezeichnet werden, über längere Zeit gespeichert. Phosphore entstehen in der Regel
durch Schmelzen bzw. Sintern der Sulfide bzw. Silikate von Ca, Sr, Zn oder Cd
mit geringen Mengen von Cu, Ag, Mn, Bi oder anderen Schwermetallen sowie unter
Beimischung eines Flussmittels. Die Nachleuchtdauer liegt im Bereich von
Millisekunden bis einige Stunden. Für jede Phosphorart gibt es eine bestimmte
Sättigungsintensität, oberhalb der keine Erhöhung der gespeicherten
Lichtleistung mehr erfolgt.
Die bekannteste technologische Anwedung von Phosphoren ist die
Fernsehbildröhre, bei der das Nachleuchten eines Elektronenstrahls ausgenutzt
wird. Die hierbei verwendeten Phosphore haben Abklingzeiten im ms-Bereich. Für
Leuchtziffern werden Phosphore mit möglichst langen Abklingzeiten verwendet.
Als wissenschaftliche Anwendung ist die Verwendung in ortsauflösenden Ionen-
oder Elektronendetektoren zu nennen. Dabei werden z.B. Elektronen mit einer
Mikrokanalplatte detektiert und die austretende Elektronenwolke auf einem
Phosphorschirm sichtbar gemacht.
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