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Präzedenzeffekt

Physik im Alltag, Haas-Effekt, Lokalisierung der Schallquelle nach dem ersten von zwei in rascher Folge eintreffenden Signalen. Bei Musik und Sprache müssen Signale mit einer Laufzeitdifferenz von mindestens 30-40 ms eintreffen, damit sie als getrennt erkannt werden, was dazu dient, dass wir nicht jede Reflexion von Wänden etc. einzeln wahrnehmen; der Präzedenzeffekt zeigt, dass die Laufzeitdifferenz dennoch unbewusst registiert wird und dient dazu, dass die Richtungsinformation erhalten bleibt. Eine minimale Laufzeitdifferenz von etwa einer ms muss allerdings auch hierzu erhalten bleiben, der Präzedenzeffekt tritt also für Laufzeitdifferenzen in einem Intervall 1 ms £ Dt £ 30-40 ms auf.

Der Präzedenzeffekt kann zu Täuschungen über den wahren Ort einer Schallquelle führen, ermöglicht aber auch, einen Redner oder ein Orchester richtig zu lokalisieren, auch wenn ein grosser Anteil der Intensität über Reflexionen kommt. Erst wenn das zweite Signal um 10-15 dB lauter als das erste ist, bestimmt dieses die Lokalisierung der Schallquelle.

 

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