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Schlitzverschluß

In das Kameragehäuse integrierter Verschluß, der unmittelbar vor der Filmebene angeordnet ist. Er besteht im wesentlichen aus zwei Rollos (Vorhänge aus elastischen Stoffen oder durch Gelenke miteinander verbundenen Metallstreifen), die in einem bestimmten, wählbaren Abstand zueinander über das gesamte Bildfeld laufen. Hierdurch wird der Film von dem vorüberlaufenden Schlitz sozusagen streifenweise belichtet und nicht auf einmal, wie beim Zentralverschluß. Die effektive Belichtungszeit, während der das durch das Objektiv fallende Licht auf ein und dieselbe Stelle des Films einwirken kann, wird dabei durch die Schlitzbreite bestimmt. Da es sich um keine gleichförmige, sondern um eine sich beschleunigende Bewegung handelt, muß die Breite des Schlitzes während der Belichtung entsprechend kontinuierlich verändert werden, um eine gleichmäßige Belichtung des gesamten Bildfeldes zu erzielen. Mit dem Schlitzverschluß sind Belichtungszeiten bis zu 1/2000 s möglich. Bei relativ langen Verschlußzeiten (1/125 s bis 1/60 s und länger) wird das Bildfeld kurzzeitig vom ersten Rollo vollständig freigegeben, bevor der Ablauf des zweiten Rollos beginnt und das Bildfeld wieder abgedeckt wird. Nur während dieser »Volloffenzeit« können die extrem kurzen Lichtblitze einer Blitzleuchte auf der ganzen Bildfläche gleichermaßen wirksam werden. Schlitzverschlüsse dieser Art lassen sich also nur für entsprechend lange Belichtungszeiten (bis 1/12J s) mit Blitzlichtgeräten synchronisieren. In diesem Punkt sind Zentralverschlüsse den Schlitzverschlüssen überlegen (Blitzlichtsynchronisation bis zu 1/500 s).

 

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