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Siedepunktserhöhung

Chemie, Physikalische Chemie, der Anstieg des Siedepunkts einer Lösung gegenüber dem reinen Lösungsmittel, wenn der gelöste Stoff einen vernachlässigbaren, niedrigen Dampfdruck besitzt. Für ideal verdünnte Lösungen folgt aus dem Raoultschen Gesetz DT = T - T01 = Ke m2. Hierbei sind T und T01 die Temperatur der Lösung und des reinen Lösungsmittels, m2 die Molalität des gelösten Stoffs und Ke die ebullioskopische Konstante. Sie ist eine Lösungsmittelkonstante, die unabhängig von der Art des geslösten Stoffs ist (für Wasser gilt Ke = 0,511 K kg mol-1) und hängt vom Siedepunkt T01, der molaren Masse M1 und der molaren Verdampfungsenthalpie DVH des Lösungsmittels ab: Siedepunktserhöhung.

Die Siedepunktserhöhung ist eine kolligative Eigenschaft, die nur von der Zahl der Teilchen abhängt, und kann deshalb zur Molmassenbestimmung herangezogen werden (Ebullioskopie). Da Elektrolyte in Lösung dissoziieren, muss für diese im Raoultschen Gesetz die Erhöhung der Teilchenzahl berücksichtigt werden: DT = Ke m2 [1 + (n - 1) a], wobei a der Dissoziationsgrad und n die Ionenzahl ist. Die Abweichung realer Lösungen vom idealen Verhalten wird durch die Einführung des Aktivitätskoeffizienten berücksichtigt.

 

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