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Strahlablösung

Luft- und Raumfahrttechnik, Erscheinung, die sich beim Betrieb von Raketentriebwerken mit Laval-Düsen bemerkbar macht: Ist der Aussendruck grösser als der Mündungsdruck, so kann sich der Antriebsstrahl von der Düsenwandung ablösen. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass die Strömungsgeschwindigkeit des Gasstrahls mit zunehmender Annäherung an die Düsenmündung durch Reibung an der Düsenwand sich in einer mehr oder weniger dicken Grenzschicht bis auf Unterschallgeschwindigkeit vermindert. In diesen Bereich dringt dann Aussenluft ein und hebt den Gasstrahl bis zu einer Tiefe ab, die von der Grösse des Aussendrucks abhängt. Die Strahlablösung erreicht normalerweise in Bodennähe ihre Höchstwerte, weil dort der Aussendruck am grössten ist. Da bei der Strahlablösung ein Teil der Ausströmdüse für die Schuberzeugung ungenutzt bleibt, ist diese Erscheinung in der Startphase einer Rakete unter Umst‰nden ein stark leistungsmindernder Faktor. Um dies zu verhindern, ersetzt man heute die klassische Laval-Düse oft durch eine Paraboldüse, die für einen grossen Bereich veränderlichen Aussendrucks eine Strahlablösung verhindert.

 

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