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Stufengitter

Optik, ein Beugungsgitter mit erhöhtem Auflösungsvermögen. Beugungsgitter in normaler Ausführung sind im allgemeinen durch eine kleine Ordnungszahl k und seine grosse Anzahl p von Öffnungen charakterisiert, und das Auflösungsvermögen ist bestimmt durch l / dl = kp. Eine Möglichkeit zur Erhöhung des Auflösungsvermögens besteht darin, k zu vergrössern und dadurch die Anzahl p der Öffnungen zu vermindern. Dieser Weg wird beim Stufengitter nach Michelson beschritten, das aus einer Staffel von gegeneinander versetzten Glasplatten der Dicke D und der Brechzahl n besteht. Denkt man sich eine Platte der Dicke 1 cm (n = 1,5) vor der Öffnung eines Gitter mit zwei Öffnungen angeordnet, so erzeugt diese Anordnung einen Gangunterschied von (n - 1)D / l. Bei einer Wellenlänge von 500 nm folgt daraus eine Gangdifferenz von 104 Wellenlängen, d.h. mit k = 104 und p = 2 ergibt sich für das Auflösungvermögen ein Wert von 20 000. Eine Stufengitter-Anordnung mit 20 Platten erreicht ein Auflösungsvermögen von 210 000 und ist somit vergleichbar mit einem guten Strichgitter. Im Gegensatz zum Strichgitter (grosses p, kleines k) kann bei einem Stufengitter (kleines p, grosses k) eine Struktur nur in einem relativ schmalen Spektralbereich analysiert werden, d.h. der Einsatz eines Stufengitters erfordert eine spektrale Vorzerlegung.

 

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Weitere Begriffe : Coulomb-Logarithmus | Hauptträgheitsachse | Stromfunktion, poloidale

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