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Superkamiokande
TeilchenphysikAstronomie
und Astrophysik, japanischer Tscherenkow-Zähler für die Suche nach Neutrinos
und den Nachweis des Protonzerfalls. Er ist die grössere Fortführung des
Kamiokande, mit dem 1987 Neutrinos von der Supernova 1987A nachgewiesen wurden.
1998 lieferte Superkamiokande Resultate, die auf Neutrinooszillationen
hindeuten.
Der unter der Leitung der Universität Tokio arbeitende
Superkamiokande steht in 1000 m Tiefe in einem ehemaligen Bergwerk 250 km
westlich von Tokio. Der Detektor besteht aus einem 41,4 m hohen Zylinder mit
einem Durchmesser von 39,3 m, in dem sich 50 000 t hochreines Wasser befinden.
Er teilt sich in einen inneren Teil mit 32 000 t Wasser und eine äusseren Teil
mit 18 000 t. 11 200 Photomultiplier (Durchmesser jeweils 50 cm) bilden einen
ringabbildenden Tscherenkow-Zähler (RICH). Die Energieauflösung beträgt 2,5%
bei 1 GeV und 16% bei 10 MeV Neutrinoenergie. Die Energieschwelle liegt bei 5
MeV, wodurch nur der hochenergetische Teil im Spektrum der solaren Neutrinos
dem Experiment zugänglich ist. Die Aufteilung in einen inneren und einen äusseren
Detektorteil dient der Unterdrückung von Untergrundereignissen, hauptsächlich
kosmischer Myonen und der Strahlung radioaktiver Zerfälle aus den umgebenden
Felsen. Der äussere Detektorteil wird durch 1800 Photomultiplier beobachtet und
im Anti-Koinzidenz-Modus betrieben. Aus der Messung des Tscherenkow-Lichtes,
welches die in Neutrino-Wechselwirkungen entstehenden Myonen und Elektronen
hervorrufen, kann auf die Richtung und Intensität der einfallenden Neutrinos
geschlossen werden.

Superkamiokande: Das Innere des Detektors, halb gefüllt mit
Wasser.
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