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Corbino-Effekt

auf dem klassischen Hall-Effekt beruhende Erscheinung, bei der aber keine rechteckige, sondern eine scheibenförmige metallische Probe benutzt wird. Von der Scheibenmitte zu einer ringförmigen Aussenelektrode verläuft ein elektrischer Strom. Konzentrisch zur Scheibe ist eine Spule angeordnet, senkrecht zu ihr verläuft ein homogenes Magnetfeld. Wird entweder dieses oder der Strom durch die Scheibe an- oder abgestellt, so wird als Folge des Hall-Effekts jeweils ein Strom in der Spule induziert: Im Magnetfeld verläuft der Scheibenstrom nämlich nicht radial, sondern spiralförmig. Diese Wegverlängerung vergrössert einerseits den elektrischen Widerstand der Scheibe, andererseits ändert sich hierdurch der magnetische Fluss durch die Spule, wodurch in ihr der o.a. Strom induziert wird. Stehen Magnetfeld und Scheibe nicht aufeinander senkrecht, wird zusätzlich ein mechanisches Drehmoment auf die Scheibe ausgeübt, das sie senkrecht zum Feld zu stellen sucht. Dieser Versuch wurde erstmals 1911 von O. M. Corbino durchgeführt.

 

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