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Fock

(Fok), Wladimir Aleksandrowitsch, sowjetischer Physiker, *22.12.1898 St. Petersburg, †27.12.1974 Leningrad (heute St. Petersburg); ab 1932 Professor in Leningrad, seit 1939 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR; bedeutende Arbeiten zur Quantenmechanik, allgemeinen Relativitätstheorie und Elektrodynamik; formulierte 1926 (unabhängig von O.B. Klein und W. Gordon) eine Verallgemeinerung der Schrödinger-Gleichung für das Magnetfeld und gab eine relativistische Beschreibung eines geladenen Teilchens im elektromagnetischen Feld (Klein-Gordon-Fock-Gleichung); wies 1928 mit M. Born die Gültigkeit des Adiabatenprinzips in der Quantenmechanik nach; formulierte 1930 durch Einführung des Fock-Raums (für Systeme mit veränderlicher Teilchenzahl) eine mathematisch konsistente Behandlung der Feldquantelung; Mitbegründer der Quantentheorie von Vielteilchensystemen: schuf um 1930 (mit D.R. Hartree) die Hartree-Fock-Methode zur näherungsweisen Berechnung der Wellenfunktionen und Eigenwerte (Energiezustände) von Mehrelektronensystemen; versuchte, eine philosophische Auslegung des physikalischen Weltbildes (insbesondere von Quantenphysik und Relativitätstheorie) zu geben.

 

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