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Quantenmechanik
Etwa 1925 entstandene physik. Theorie zur Beschreibung der Mechanik der kleinsten Teilchen, wie : Atome, Elektronen und der subatomaren Elementarteilchen (Elementarteilchenphysik). Da alle Materie aus kleinsten Teilchen besteht, verhilft die Qu. auch zum Verständnis des Aufbaus und der Eigenschaften der Moleküle und makroskopischer Körper bis hin zu Himmelskörpern. Die klassische Mechanik ist in der Qu. als Grenzfall für große Körper enthalten.
Quantenmechanik, QM,
die nichtrelativistische Theorie zur Beschreibung mikroskopischer Systeme. Sie
brachte den bisher grössten Bruch mit der klassischen Physik und wertet die
Vorstellungen von Messprozess, Kausalität, Lokalität (Nichtlokalität) und
Determinismus vollkommen neu. Es gab mehrere Versuche, die Sonderbarkeit der
Quantenmechanik auf eine versteckte, klassische Dynamik zurückzuführen oder der
QM durch paradoxe Formulierungen Unvollständigkeit nachzuweisen (z.B.
EPR-Paradoxon). Experimentell hat sich jedoch die Quantenmechanik exzellent
bewährt und dient bis heute als Grundlage u.a. für Kernphysik, Festkörperphysik
und Teilchenphysik.
Während die klassische Physik mit kontinuierlichen Grössen und
folglich mit dem Differential- und Integralkalkül operiert, bedient sich die
Quantenmechanik in der mathematischen Beschreibung von atomaren Prozessen der
Zustandsvektoren eines abstrakten Hilbert-Raumes. Die Linearität dieses
Vektorraums spiegelt die Quanteninterferenz (Wellennatur) der Teilchen wider.
Physikalische Messwerte werden durch Eigenwerte oder Übergangsmatrixelemente von
auf die Zustandsvektoren einwirkenden Operatoren ausgedrückt.
Zu bestimmten Grössen gehörende Operatoren kommutieren nicht,
sondern erfüllen sog. Vertauschungsrelationen der Gestalt Als Folge dessen gibt es für diese
Grössen keinen Satz gemeinsamer Eigenvektoren, d.h. diese Grössen können nicht im
gleichem Messvorgang mit beliebiger Genauigkeit bestimmt werden (Heisenbergsche
Unschärferelation).
Die Dynamik der Zustandvektoren wird durch die
Schrödinger-Gleichung beschrieben: . Die Eigenwerte des Hamilton-Operators geben das im Falle von
gebundenen Zuständen diskrete, ansonsten kontinuierliche, Energiespektrum
wieder.
Die Quantenmechanik ist aus der modernen Physik nicht mehr
wegzudenken, sie ist unbestreitbar die Grundlage jeglicher Beschreibungen der
Mikrowelt geworden. Es gibt jedoch einige Grundsatzfragen, z.B. zur
Nichtlokalität und Entstehung der Irreversibilität, die bis heute Gegenstand
der Forschung geblieben sind. (Quantenmechanik und ihre Interpretationen,
relativistische Quantenmechanik, Quantenfeldtheorie, Quanteninformatik,
Messprozesse in der Quantenmechanik, Quantenzahlen, Quantisierung)
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