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Fraunhofersche Linien

Astronomie und Astrophysik, starke, dunkle Absorptionslinien im Sonnenspektrum. Sie entstehen durch Absorption des von der Photosphäre ausgesandten Lichtes in der unteren Chromosphäre, die etwa 1000 K kühler ist. J. von Fraunhofer katalogisierte ab 1815 etwa 500 Spektrallinien, wobei er die Linien zunächst mit Buchstaben kennzeichnete. Die markantesten Linien werden auch heute noch so bezeichnet, wie etwa die D-Linien des Na-Dubletts oder die H- und K-Linien des Calciums, wobei letztere als Linien, die auch im interstellaren Medium erzeugt werden, für die Astrospektroskopie von besonderer Bedeutung sind. Die Fraunhoferschen Linien zeigen eine durch die Sonnenrotation hervorgerufene Doppler-Verschiebung. Die Bezeichnung Fraunhofer-Linien wird heute meist auf diese klassischen Linien eingeschränkt, während man bei den über 25 000 bekannten Spektrallinien der Sonne vom Sonnenspektrum spricht.

 

Fraunhofersche Linien: Wichtige Fraunhofersche Linien

Bezeichnung

Element

Wellenlänge [nm]

C (= Ha)

Wasserstoff

656,28

D1

Natrium

589,59

D2

Natrium

589,00

E1

Calcium, Eisen

527,03

E2

Eisen

256,95

b1

Magnesium

518,36

b2

Magnesium

517,27

F (= Hb)

Wasserstoff

486,13

G

Calcium, Eisen

430,78

g

Calcium

422,67

H

Calcium

396,85

K

Calcium

393,37

 

 

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