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heliographisches Koordinatensystem

Koordinatensystem zur Festlegung eines Ortes auf der Sonnenscheibe. Die heliograpische Breite wird vom Sonnenäquator aus nach den Polen hin von 0° bis 90° gezählt (auf der Nordhalbkugel positiv, auf der Südhalbkugel negativ). Da es keine festen Bezugspunkte auf der Sonne gibt und wegen der differentiellen Rotation denkt man sich zur Festlegung der heliographischen Länge um die Sonnenkugel ein System von Längenkreisen gelegt, die durch die Pole gehen und mit einer konstanten Winkelgeschwindigkeit von 14,1844°/Tag rotieren. Als Bezugslängenkreis (Nullmeridan) wurde der Carringtonsche Zentralmeridian gewählt, also der Meridian, der am 1.1.1854 um 12 Uhr Weltzeit durch den Sonnenmittelpunkt ging. Die Rotationen werden seitdem durchgezählt (Rotation Nr.1 begann am 9.11.1853, Rotation 1928 am 5.10.1997).

 

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